Dost

Dost

Dost gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lippenblütler, Lamiaceae). Zur Gattung Origanum siehe auch: Diptamdost (Origanum dictamnus) und Majoran (Origanum majorana).

Kretischer Dost (Origanum onites)

Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)

Wirkung und Anwendungsgebiete

Dostenkraut wirkt wegen des enthaltenen ätherischen Öls gegen Bakterien, Pilze und Viren sowie krampflösend und antientzündlich. Es wird in der Volksheilkunde genutzt bei Atemwegsbeschwerden/Husten und Magen-Darm-Beschwerden.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Monographien „Dostenkraut" (Origani herba)

Dostenkraut (Origani herba) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 10) sind die Blätter und Blüten von Origanum onites L. und/oder Origanum vulgare L. subsp. hirtum (Link) Ietsw., ohne Stängel, getrocknet, mit einem bestimmten Mindestgehalt an ätherischem Öl sowie mit einem bestimmten Mindestgehalt an Carvacrol und Thymol im ätherischen Öl.

Dostenkraut (Herba Origani) nach WHO-Monographie (2010) sind die oberirdischen Teile von Origanum vulgare L., während der Blütezeit gesammelt, ganz oder geschnitten.

Inhaltsstoffe

Das ätherische Öl des Dostenkrauts enthält unter anderem Monoterpene: Carvacrol, Thymol, p-Cymen, γ-Terpinen; sowie Sesquiterpenlactone wie β-Caryophyllen. Carvacrol macht den Hauptteil des ätherischen Öls aus. Dostenkraut enthält auch Flavone und Rosmarinsäure.

Historische Bilder

Origanum vulgare – Historische botanische Illustration. Der Gewöhnliche Dost wurde bereits in der Antike als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt.

Quellen

  1. Blaschek, W. (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH.
  2. Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  3. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
  4. World Health Organization (2010): WHO monographs on medicinal plants commonly used in the Newly Independent States (NIS).
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