Boswellia gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae).
Von der Baumart hängt ab, welche Art von Weihrauch gewonnen wird:
Der Weihrauch, der im Europäischen Arzneibuch für den medizinischen Gebrauch beschrieben ist, stammt aus Indien: Indischer Weihrauch (Olibanum indicum) ist das Gummiharz des in Indien heimischen Baumes Boswellia serrata.
Der in Kirchen zum Räuchern verwendete Weihrauch (Olibanum) stammt von Boswellia-Arten, die im südlichen Arabien oder nordöstlichen Afrika heimisch sind: Boswellia sacra (Synonym: Boswellia carteri) und/oder Boswellia frereana. Er wird auch Kirchenharz genannt. Die Inhaltsstoffe des Weihrauchs von Boswellia sacra ähneln denen des Indischen Weihrauchs. Im Weihrauch von Boswellia frereana hingegen fehlen die Boswelliasäuren.
Grundsätzlich wird auch Gummiharz von anderen Boswellia-Arten für die Produktion von Weihrauch verwendet, zum Beispiel von Boswellia papyrifera oder Boswellia neglecta.
Wenn in alten Schriften von „Weihrauch“ die Rede ist, lässt sich nicht immer eindeutig zuordnen, um welche Art es sich handelt.
Indischer Weihrauch (Olibanum indicum) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist das Gummiharz aus Stämmen und Ästen von Boswellia serrata*, durch Einschneiden gewonnen, an der Luft getrocknet, mit einem Gehalt von mindestens 1 % 11-Keto-β-boswelliasäure und mit einem Gehalt von mindestens 1 % Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure.
Aussehen: Indischer Weihrauch besteht aus durchscheinenden Körnern oder Stücken mit geblicher oder rötlich brauner Farbe. Die Stücke sind bis zu 3 cm groß und haben eine rundliche oder unregelmäßige Form. Sie sind mit grauem Staub bedeckt, ihre Bruchstelle ist matt oder leicht glänzend.
* botanische Schreibweise: Boswellia serrata Roxb. ex Colebr.
Indischer Weihrauch enthält ca. 65 % Harz, 7 – 9 % ätherisches Öl und über 20 % Schleim.
Harz: v.a. Pentacyclische Triterpensäuren und ihre Acetate
Ätherisches Öl: v.a. Monoterpene
Polysaccharide bzw. Schleimstoffe (Proteoglykane)
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