Magnolia officinalis

Magnolia officinalis: Magnolia officinalis

Magnolia officinalis

Magnolia officinalis gehört zur Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae).

Magnoliae officinalis im Arzneibuch

Magnolienrinde (Magnoliae officinalis cortex) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. ) ist die Stammrinde und Astrinde von Magnolia officinalis*, getrocknet, mit einem Gehalt von insgesamt mindestens 2 % Magnolol und Honokiol.

Magnolienrinde wird vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) unter dem Namen Houpo verwendet.

Magnolia-officinalis-Blüten (Magnoliae officinalis flos) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die Blüten von Magnolia officinalis*, ungeöffnet, mit Wasserdampf behandelt und anschließend getrocknet, mit einem Gehalt von insgesamt mindestens 0,2 % Magnolol und Honokiol.

Magnolia-officinalis-Blüten werden vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) unter dem Namen Houpohua verwendet.

Magnolia-officinalis-Blüten (Magnoliae officinalis flos)

* botanische Schreibweise: Magnolia officinalis Rehder et E.H.Wilson

Traditionelle Chinesische Medizin

Magnolienrinde in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Houpo, 厚朴

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört Magnolienrinde zur Gruppe der aromatischen und Feuchtigkeit transformierenden Arzneimittel. Der chinesischen Name (Pinyin) für Magnolienrinde lautet Houpo.

Aussprache von Houpo (hòu pò):

TCM-Merkmale von Houpo

  • Temperaturverhalten: warm
    Geschmacksrichtung: bitter, scharf
    Funktionskreisbezug: Funktionskreise Milz (orbis lienalis), Magen (orbis stomachis), Lunge (orbis pulmonalis), Dickdarm (orbis intestini crassi).

TCM-Anwendungsgebiete von Houpo

Rezepturen mit Houpo werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt: Klumpiges Völlegefühl mit Durchfall und Erbrechen, Völlegefühl im Unterleib und Obstipation, Nahrungs- und Qi-Stagnation, Keuchatmung und Husten.

Magnolia-officinalis-Blüten in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Houpohua, 厚朴花

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehören Magnolia-officinalis-Blüten zur Gruppe der Qi regulierenden Arzneimittel. Der chinesischen Name (Pinyin) für Magnolia-officinalis-Blüten lautet Houpohua.


TCM-Merkmale von Houpohua

  • Temperaturverhalten: leicht warm
    Geschmacksrichtung: bitter
    Funktionskreisbezug: Funktionskreise Milz (orbis lienalis), Magen (orbis stomachis).

TCM-Anwendungsgebiete von Houpohua

Rezepturen mit Houpohua werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt: Unwohlbefinden, Knotengefühl und Völlegefühl in Brust und Magengrube, Essensunlust.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Magnolienrinde in der Japanischen Kampo-Medizin: kôboku

In der Japanischen Kampo-Medizin lautet der Name für Magnolienrinde kôboku.

Die Anwendungsgebiete von kôboku in der Kampo-Medizin umfassen Völlegefühl, Brechreiz, Gastritis, Ulkus, Durchfall, Husten und Bronchospasmus.

Quellen

  1. Chinese Pharmacopoeia Commission, Institute of Medicinal Plant Development, Chinese Acadamy of Sciences. (2010). A Colored Identification Atlas of Chinese Materia Medica and Plants as specified in the Pharmacopoeia of the People’s Republic of China, Volume I + II. Peking (China): People’s Medical Publishing House.
  2. Eberhard, U. (2003). Leitfaden Kampo-Medizin – Japanische Phytotherapie. München: Elsevier GmbH.
    Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 11. Ausgabe (Grundwerk 2023), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  3. Leon, C. & Yu-Lin, L (2017). Chinese medicinal plants, herbal drugs and substitutes, an identification guide. Kew (Großbritannien): Kew Publishing, Royal Botanic Gardens.
  4. Martin, J. & Stöger, E. (2008). Praxisleitfaden TCM-Drogen. Stuttgart: Wissenschaftlich Verlagsgesellschaft.
  5. Stöger, E. A. (2019): Arzneibuch der Chinesischen Medizin. Monographien des Arzneibuches der Volksrepublik China 2005, 2010 und 2015. Gesamtwerk mit 17. Aktualisierungslieferung 2019. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  6. Yi, Z., Zhao, F. F., & Kummer, D. G. (2014). Chinesische Heilpflanzen. Kulmbach: ML Verlag.